Das Rätsel der Arche Noah

Kapitel 29: Die Geografie des Gipfels

aus Teil 6 (»Rekonstruktion der Ereignisse«) der Originalausgabe von 2014

Ein Hauptaspekt meiner Forschungsarbeit war es, die Geografie des Cudi-Berges zu rekonstruieren. Da der Gipfel des Berges mehr einem langgestreckten Plateau als einer Spitze gleicht, war es zu Beginn meiner Forschung überhaupt nicht klar, wo sich der »Landeplatz« nun wirklich befindet. Deshalb habe ich, wie berichtet, mithilfe der historischen Bilder versucht, herausragende Merkmale in der Landschaft im Programm Google Earth wiederzufinden. Die folgenden Bilder zeigen, wie es mir durch den Vergleich verschiedener Punkte gelungen ist, den Ort zu bestimmen, den Lepsius, Bell, Bender und das Thoma-Team besucht haben. Damit war ich in der Lage, in Google Earth die Koordinaten der Stelle zu bestimmen, an der nach meinen Erkenntnissen vor vielen tausend Jahren die Arche gelandet ist.

>Interessante Stellen auf dem Gipfel des Cudi Dagh

Ich konnte einige der Ruinen, die auf den Fotos der Cudi-Erforscher abgebildet waren, auf den Satellitenbildern identifizieren. Darüber hinaus sind auf dem virtuellen Globus von Google Strukturen zu erahnen, die zu jenen größeren sakralen Gebäuden gehört haben könnten, die nach den historischen Überlieferungen einst dort gestanden haben und im Laufe der Jahrhunderte zerstört wurden oder zerfallen sind. Sie sind auf folgendem Screenshot eingezeichnet.

Die unmittelbare Umgebung des Cudi-Berges

Die Städte Sirnak, Cizre and Silopi umgeben das Cudi-Massiv in drei Richtungen: Norden, Westen und Süden. Direkt am Fuße des Gebirges befinden sich einige – teilweise verlassene – Dörfer, die in der nachfolgenden Tabelle aufgelistet sind. Sie sind und waren unter verschiedenen Namen bekannt und wurden zum Teil von den Erforschern erwähnt. Die Karte und die Koordinaten geben ihre genaue Lage wieder.

Besonders erwähnenswert ist das Dorf Sah: Nach der Präsentation und den Bildern auf dem Noah-Symposium von Prof. Ibrahim Baz handelt es sich dabei um eine bedeutende antike Stadt oder Festung. Im Zusammenhang mit den dort befindlichen assyrischen Reliefs kann seiner Meinung nach davon ausgegangen werden, dass Sah einst eine große Bedeutung hatte. Dort wären weitere archäologische Erkundungen äußerst wünschenswert, da wohl nach dem Ersten Weltkrieg in der ganzen Region wenig alterskundliche Forschung geleistet worden ist. Wenn man vermuten möchte, dass sich hier vielleicht die allerältesten Siedlungen der (nachsintflutlichen) Menschheit befinden, ist dies äußerst bedauerlich.

Zahlreiche Ruinen und Überreste gewaltiger Mauern sind auf Fotos des »Dorfes« Sah zu sehen.

Auf der Internetseite zum Buch finden Sie zusätzlich noch eine geografische Übersicht zum Weg vom Gipfel des Berges Cudi hinab ins Tal. Geht man von einem tatsächlichen Ereignis aus, stellt sich die Frage, wie die Tiere von der Arche entladen werden konnten. Der Berg Cudi bietet hier einen deutlich weniger steilen Weg hinunter in die Ebene, als dies vom hochalpinen Berg Ararat hinab der Fall wäre.

 

 

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